Finnskogsrikets logga


-Eine kleine Kulturbetrachtung-

Das Finnwaldreich ist ein gesammelter Begriff um das grosse Naturgebiet zwischen den Landschaften Gästrikland – Hälsingland und Dalarna in Mittelschweden zu verdeutlichen. Den Namen hat das Gebiet von der Einwanderung des Svedjelandwirtschaft betreibenden Volkes aus dem Osten aus Finnland –Svedjefinnen – vor 400 Jahren erhalten.
Das Gebiet lockt meist mit der grossartigen, unberührten Natur, zusammen mit drei kennzeichnenden alten Kulurbegriffen: 1. Eisen- Eisenhandhabung, 2. Sennen, 3.Svedjelandwirtschaft – Svedjefinnen.

Eisenhantierung



Im 17.Jahrh. war Schweden mit 40% für den gesamten Eisenbedarf in der Welt verantwortlich! Die Verarbeitung kam von vorhistorischer Technik – Gebläseöfen mit See- und Sumpferz. Zwischen 1600 – 1700 wurde sie durch Brennöfen und Bergbau ersetzt. Der Bedarf an Holzkohle war enorm, die grossen Wälder und die Wasserkraft aller Flüsse der Umgebung sind bezeichnend für das Gebiet. Wir haben eine Vielzahl Kulturdenkmäler aus dieser Zeit, besucht sie!

Sennen


Innerhalb des Gebietes gab es grosse Sennen seit der ”Urzeite”, wahrscheinlich seit dem 13.Jahrh. Während des Sommers versetzten die Bauern das Vieh aus den Flusstälern hinauf in die grossen Wälder, zur Senne. Fä ist Vieh und bod ist Wohnhaus! Sie wurden von jungen Frauen unterhalten, die im Sommer im Wald wohnten, sie hüteten und melkten die Tiere, machten Butter, Käse und andere Produkte, die hinunter zu den heimischen Höfen in die Dörfer der Täler gebracht wurden. Das ist ein mythumsponnenes und romantisiertes Leben, das es zu einem gewissen Teil heute noch gibt. Guider können es zeigen und darüber berichten!

Svedjelandwirtschaft


Ein Volk, das Svedjelandwirtschaft betrieb, kam hierher vor 400 Jahren. Sie führten mit sich eine andere Kultur, eine andere Art des Ackerbaus, zu wohnen und zu leben. Sie kamen aus Finnland, aber hatten ihre Wurzeln weiter im Osten. Sie sprachen finnisch – ugrisch, eine Sprache, die ihren Ursprung im heutigen Russland in den Uralbergen hat. Bis ins 20.Jahrh. gab es hier Menschen, die diese Sprache konnten. Sie betrieben Ackerbau dadurch, dass sie grossen groben Tannenwald rodeten, liessen ihn ein paar Jahre trocknen und verbrannten ihn dann in einem riesigen Feuer. Dann säte man 2-jährigen Svedjeroggen in die Asche, man bekam sehr gute Ernten, und das gab Wohlstand. Im 18.Jahrh. verbot man diese Art des Ackerbaus und aus dem Wohlstand wurden schwere Lebensverhältnisse. Sie wohnten in Rauchhäusern und trockneten ihr Korn in Ria-Trockenhäusern und benutzten die Rauchsauna. Alle drei Gebäudearten haben keinen Schornstein. Unter 3 Jahrhunderten sprach man hier finnisch mit finnischen Sitten und Gebräuchen, die sich sehr von den schwedischen unterschieden. Noch heute haben viele Schweden Gene von ihnen, und es wird viel um ihr Leben und ihre Verhältnisse geforscht, u.a. gibt es archeologische Ausgrabungen im Gebiet, und in Büchern und Abhandlungen schreibt man um ihre ungewöhnliche Geschichte. Guider berichten und zeigen diese Plätze für interessierte Gruppen.

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